Akupunktur
Akupunktur kann vielfältig verwendet werden. Zu den klassischen Beschwerden gehören: Migräne, Allergien, Tinnitus, Hypertonie, Asthma, degenerative Gelenkbeschwerden, Erkrankungen des Verdauungstraktes, gynäkologische Erkrankungen (Menstruationsbeschwerden, Zyklusstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen). Aber auch chronische Erkrankungen und Schmerzen sind mit Akupunktur oftmals behandelbar.
Die Liste der WHO ist noch viel länger…
Auf den Meridianen (Leitbahnen) in denen das Qi zirkuliert, werden bestimmte Punkte mittels Nadeln oder durch Moxa stimuliert, damit im Sinne der TCM-Lehre ein gestörter oder gestauter Qi-Fluss gestärkt, beruhigt oder behoben wird und sich der Organismus anschließend so weit wie möglich wieder im Gleichgewicht befindet. Kann das Qi den Körper ungehindert durchströmen, fühlt man sich ausgeglichen und gesund.
Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sind regelmäßige Behandlungen nötig. Je nachdem wie lange die Störung schon vorliegt, dauert auch die Behandlung. Das heißt, akute Beschwerden können relativ schnell wieder verschwinden, aber bei chronischen Erkrankungen dauert die Behandlung Wochen bis Monate.
Es gibt bei der Akupunktur keine Einschränkung bezüglich Alter oder Geschlecht. Jeder kann behandelt werden, auch Kinder. Allerdings ist es wichtig, Kindern die Angst vor den Nadeln zu
nehmen. Deswegen werden oft ganz dünne, kurze Nadeln verwendet oder aber Gold- und Samenkügelchen geklebt.
Bei der Behandlung werden nur sterile Einmalnadeln verwendet, die je nach Krankheitsbild bis zu 30 Minuten im Körper verbleiben. Eine Akupunktur sollte möglichst in einer entspannten Körperhaltung durchgeführt werden und verursacht nur geringe bis gar keine Schmerzen beim Einstechen. Nach einer kurzen Zeit sollte ein Schwere- oder Wärmegefühl entstehen.
Selten kommt es an den genadelten Stellen zu kleinen Blutergüssen.
Die westliche Schulmedizin hat die Akupunktur bisher nicht in ihren Behandlungskanon aufgenommen. Das liegt aber vor allem daran, dass die Vorstellungen zur Entwicklung von Krankheitsbildern so sehr voneinander abweichen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat als supranationale Behörde dagegen die klassische TCM Akupunktur mit zahlreichen Anwendungsgebieten anerkannt. Diese Anerkennung bezieht sich allerdings nicht auf die andere hier genannte Akupunkturvariante, das ist von der WHO nicht untersucht worden. Hier muss man also sagen, dass für diese Methoden keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zur Wirkung und Wirksamkeit vorliegen.
